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Geschichte des DRK in Siegen-Wittgenstein

1863

Der Schweizer Henry Dunant überzeugt zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten zur Gründung einer Hilfsorganisation.

Ziel soll es sein:

1.Die Gründung von freiwilligen Hilfsgesellschaften, und zwar schon in Friedenszeiten und dauerhaft: "Gibt es während einer Zeit der Ruhe und des Friedens kein Mittel, um Hilfsorganisationen zu gründen, deren Ziel es sein müßte, die Verwundeten in Kriegszeiten durch begeisterte, aufopfernde Freiwillige, die für ein solches Werk besonders geeignet sind, pflegen zu lassen?" Diese Hilfsgesellschaften sollen von den Regierungen anerkannt werden. Die freiwilligen Krankenpflegerinnen und -pfleger müssen im Voraus ausgebildet werden.

2. Die Staaten sollen ein internationales und rechtsverbindliches Abkommen vereinbaren, das als Basis zur Gründung dieser Hilfsgesellschaften dienen kann: "Wäre es nicht wünschenswert, daß die hohen Generäle verschiedener Nationen [..] zusammentreffen, diese Art von Kongreß dazu benutzen, irgendeine internationale, rechtsverbindliche und allgemein hochgehaltene Übereinkunft zu treffen, [...] als Grundlage dienen könnte zur Gründung von Hilfsgesellschaften für Verwundete [...]?

In Genf wird am 9. Februar das „Komitee der Fünf“ gegründet, das am 17. Februar zu einem ersten Treffen zusammen kommt – die Geburtsstunde des heutigen „Internationalen Komitees vom Roten Kreuz“. Das Komitee lädt Vertreter der europäischen Staaten zu einer  internationalen Konferenz nach Genf ein, um sie von der Gründung nationaler Hilfsgesellschaften zu überzeugen.

Zu Ehren Henry Dunants wird als Zeichen das Rote Kreuz auf weißem Untergrund, die Umkehrung der Schweizer Nationalflagge (weißes Kreuz auf roten Untergrund) eingeführt.

1888

In einer am 2.März 1888 in Siegen stattgefundenen Versammlung, an der zahlreiche namhafte Persönlichkeiten aus Stadt und Land des Kreises Siegen teilnahmen, wurde die Bildung eines „Zweigvereins vom Roten Kreuz zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger im Kreise Siegen“ beschlossen.
 
Zu dieser Zeit bestand im Kreis Siegen noch kein Frauenverein vom Roten Kreuz. Da aber die Aufgaben und Ziele des Roten Kreuzes eine enge Zusammenarbeit der Männer- und Frauenvereine  voraussetzten, schien es geboten, eine Vereinigung auf breiter Grundlage herbeizuführen.

1890

In einer am 11. Juli 1890 abgehaltenen gemeinsamen Sitzung von Mitgliedern des evangelischen Frauenvereins und des Kreisvereins vom Roten Kreuz wurde die Bildung der neuen und umfassenden Organisation beraten; doch die Bildung des Gesamtverbandes kam erst fünf Jahre später.

1895

Im Jahre 1895 erfolgte dann die Gründung eines „Zweigvereins des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz für den Kreis Siegen“.

Ein Vierteljahr später und zwar am 30.Juni 1895, erfolgte die endgültige Gründung und damit der engere Anschluss des Vaterländischen Frauenvereins an den Zweigverein vom Roten Kreuz. Damit waren die organisatorischen Grundlagen geschaffen zum erfolgreichen Zusammenwirken der Männer- und Frauenvereine vom Roten Kreuz. Dieser Tag kann als Stichtag für das Zustandekommen der gemeinsamen Arbeit angesehen werden.

Aus den Kriegsvereinen sind die ersten Sanitätskolonnen des Roten Kreuzes hervorgegangen. Es lag nahe, dass diese Männer, die an den Fronten der Kriege gestanden hatten, darauf bedacht waren, einen Helfernachwuchs heranzuziehen, der in Kriegszeiten in der Lage wäre, dank einer gediegenen Ausbildung Erste-Hilfe zu leisten, Menschenleben zu retten und für Verwundete eine möglichst gute Versorgung zu gewährleisten.
 

21.01.1896

Am 21.06.1896 wurde folgender Beschluss gefasst:
(Auszug Geschichte des Zweigvereins vom Roten Kreuz zu Siegen)

"Nachdem der Vaterländische Frauenverein für den Kreis Siegen zwischenzeitig ins Leben getreten ist und nach Genehmigung seiner Satzung die aller höchste Bestätigung gefunden hat, tritt der Männerverein behufs (zum Zwecke) gemeinsamer Vorbereitung der Kriegstätigkeit mit ihm zu einer "Kreisstelle für den Kreis Siegen" zusammen."

"Der Frauenverein hat in seiner Sitzung vom 20. Oktober vor. Jahres bereits einen Zentralvorstand in die Kreisstelle abgeordnet; der Männer-Verein schließt sich dem an und bestimmt seinen Vorstand zu dem gleichen Zweck. Den Vorsitz der Kreisstelle übernimmt der Vorsitzende des Männer-Vereins, die beiden hiesigen konfessionellen lokal Frauenvereine sind in derselben durch je eine Delegierte vertreten. Die Kreisstelle bildet nach Analogie der Provinzialstelle fünf Sektionen, nämlich:

  1. Sektion für Anfertigung, Annahme, Sichtung, Packung und Versendung von Verbandsmitteln, Apparaten, Arzneien, Desinfektionsmitteln, Lagerungs- und Bekleidungsgegenständen, Lazarettutensilien.
  2. Sektion für Annahme, Aufbewahrung und Absendung von Nahrungs- und Genussmitteln.
  3. Sektion für Errichtung von Erfrischungs-, Verpflegungs-, Verbands- und Übernachtungs-Stationen. a. für die Station Siegen, b. Für die Station Kreuztal.
  4. Sektion für Unterstützung hilfsbedürftiger Familien, deren Ernährer im Felde sterben oder invalide geworden sind.
  5. Sektion für die den Verwundeten auf den Bahnhöfen und in den Lazaretten zu leistende Hilfe und für den Transport nach den letzteren, sowie zur Bereitstellung des hierzu erforderlichen Personals und Materials. Da für den Kriegsfall 6 Lazarette und zwar je 1 in Siegen, Weidenau, Freudenberg, Ferndorf, Krombach und Hilchenbach vorgesehen sind, so sollen in dieser Sektion für jedes der Lazarette Unterabteilungen gebildet werden.
     

30.05.1896

Am 30.05.1896 wurde der gefasste Beschluss in einer gemeinsamen Generalversammlung (unter Vorsitz von Landrat Ernst Rudolf Schepp) des Vaterländischen Frauenvereins für den Kreis Siegen und dem Kreisverein vom Roten Kreuz gutgeheißen.

Am 2.6.1896 wurde in der Siegener Zeitung berichtet, dass der Männerverein vom Roten Kreuz und der Vaterländische Frauenverein eine Kreisstelle gebildet haben.

So kann der 30.05.1896 als Gründungsdatum des heutigen DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein e.V. angesehen werden.
 

1896-1906

Darüber hinaus wollten die Männer der Sanitätskolonnen auch im Frieden bei Katastrophen und Unglücksfällen einsatzbereit sein.

Ortsansässige Ärzte übernahmen die Ausbildung der Mannschaften und brachten Ihnen die erforderlichen Kenntnisse bei. Praktische Übungen, die zumeist an den Sonntagen stattfanden, hatten einmal den Zweck, die Sanitätskolonnen im Einsatz zu schulen, zum anderen aber auch den Behörden und der Bevölkerung zu zeigen, das bei Katastrophen gut ausgebildete Einsatzkräfte vorhanden seien.

Es gab ein rasches aufblühen der Sanitätskolonnen. Die Verbindung mit den Kriegsvereinen, welche die Sanitätskolonnen bis dahin aufrechterhalten hatten, war aber auf Dauer keine richtige Lösung. Das Sanitätswesen musste auf sich selbst gestellt werden, um zu seiner vollen Leistungsfähigkeit zu gelangen.

1906

So wurde 1906 beschlossen, die Sanitätskolonnen der Kriegsvereine aufzulösen und sie der Organisation des Roten Kreuzes einzugliedern.

Diese neue, freiere Entwicklungsmöglichkeit brachte den Sanitätskolonnen eine enormen Auftrieb.

Auf diese Weise vollzog sich die gesamte Aufbauarbeit des Roten Kreuzes vor dem ersten Weltkrieg in einem friedlichen Rahmen.

1914

Als dann im Jahre 1914 der Krieg ausbrach, stellte sich heraus wie wertvoll die bisher geleistete Arbeit war; denn abgesehen von denjenigen Männern, die zum Heeresdienst einberufen wurden, stellten sich auch viele zum Sanitätsdienst in der Heimat zu Verfügung.

Auch nach Beendigung des Krieges behielten die Sanitätskolonnen des Roten Kreuzes Ihre Bedeutung. Die Hilfeleitungen der Vergangenheit , die Beförderung von Verletzten und Kranken und die Gestellung von Sanitätswachen bei vielen öffentlichen Veranstaltungen ließen die Arbeit des DRK unentbehrlich werden und sicherten ihr bei der Bevölkerung steigende Achtung und Annerkennung.