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Marcus Sting

Herr Marcus Sting

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DRK-Rettungsdienst führt digitales Qualitätsmanagement ein

Siegen-Wittgenstein. Die Verwaltung und Organisation des Rettungsdienstes wird von Jahr zu Jahr anspruchsvoller – vor allem durch neu Anforderungen und Vorgaben des Gesetzgebers. Der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein, der im Auftrag des Kreises Siegen-Wittgenstein den Rettungsdienst in den Städten und Gemeinden (außer der Stadt Siegen) betreibt, setzt noch stärker auf moderne digitale Unterstützung, um die Arbeitsabläufe so effizient und einfach wie möglich zu gestalten. Hierzu setzt der DRK-Rettungsdienst in Siegen-Wittgenstein nun eine Softwarelösung der Firma EMC mit dem Namen Vision ein, mit deren Hilfe die Kommunikation und Information, Dokumentation, Aufgabeneinteilung, das Meldewesen, das Qualitätsmanagement (QM) sowie die Materialverwaltung erheblich vereinfacht wird.

(vl.) Die DRK-Rettungsdienstmitarbeiter Kevin Dornhöfer und David Große-Lochtmann, die auf der Rettungswache Bad Berleburg stationiert sind, überprüfen mit Hilfe der neuen Software die Ausstattung eines Rettungswagens.  (Bild Matthias Böhl)

(vl.) Die DRK-Rettungsdienstmitarbeiter Kevin Dornhöfer und David Große-Lochtmann, die auf der Rettungswache Bad Berleburg stationiert sind, überprüfen mit Hilfe der neuen Software die Ausstattung eines Rettungswagens. (Bild Matthias Böhl)

„Die bisherige Dokumentation der Rettungsdienstprozesse und Abläufe waren bisher überwiegend in Papierform niedergeschrieben. Dies bedeutete zum einen hohen Aufwand in der Archivierung und Kosten für die Bereitstellung. Weiterhin war es bisher eine Herausforderung an 10 Standorten jederzeit das jeweils aktuellste Formular zur Verfügung zu stellen“, sagt DRK- Qualitätsmanagementbeauftragter Marco Klein.

Das DRK hat sich bereits Anfang 2014 mit dem Thema auseinandergesetzt und verschiedenste Softwarelösungen angeschaut. Ende 2016 fiel die Entscheidung auf die Software mit dem Namen Vision. “Es hat noch rund ein Jahr gedauert, bis wir die vielen Formulare und Arbeitsprozesse unseres Qualitätsmanagements, Checklisten und Kommunikationsmöglichkeiten in digitaler Form umgesetzt hatten“ sagt Marco Klein weiter.

Das DRK ist nun seit Anfang des Jahres mit einem onlinebasierten QM-System auf dem Stand der Zeit. Es ist nun möglich mithilfe neu angeschaffter Tabletts jedem Mitarbeiter die notwendigen Informationen zur richtigen Zeit und am richtigen Ort bereitzustellen.

„1994 waren wir einer der ersten Rettungsdienste bundesweit, die überhaupt ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt haben. Der Rettungsdienst arbeitet auf einem ganz hohen qualitativen und organisatorischen Niveau. Wir sind unter den ersten Rettungsdiensten, die sich auf den Weg zum papierlosen und damit noch effektiveren Qualitätsmanagement machen. Das garantiert eine qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung einerseits und eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit andererseits. Gerade haben wir unser QM System erfolgreich auf die neue revidierte Norm 9001:2015 umgestellt und zertifizieren lassen. Im Übrigen eines der besten Zertifizierungsergebnisse überhaupt.“, sagt Vorstand Rainer Noseck.

In der ersten Ausbaustufe ist es zuerst möglich alle QM Formulare und Ablaufbeschreibungen aufzurufen, online ausfüllen und abzuspeichern. Darunter fallen Checklisten für die Kontrolle der Fahrzeuge, der medizinischen Ausstattung, der Medikamente, Desinfektionen oder Wartungsintervalle verschiedener Geräte. Der jeweilige Vorgesetzte kann jederzeit Aufgaben fest definieren und einem bestimmten Mitarbeiter bei Dienstbeginn anzeigen lassen. Dies ist besonders wichtig, da im Schichtbetrieb gearbeitet wird.

Bisher wurden alle diese Checklisten händisch ausgefüllt und abgeheftet. Besonderheiten wurden in ein Wachbuch geschrieben. Jetzt werden z.B. dokumentierte Auffälligkeiten, fehlende Materialien, Probleme bei der Bedienung von Geräten, oder Kommunikationsprobleme direkt zusätzlich automatisch der Wachleitung und dem Vorgesetzten per E-Mail gemeldet. „Diese vollautomatischen Prozesse vermeiden lange Wege und doppelte Dokumentation. Fehler können so im Sinne der Patientensicherheit vermieden werden“ sagt Rüdiger Schmidt, Leiter des DRK-Rettungsdienstes.

Seit der Einführung der neuen Software, können Mitarbeiter von jedem mobilen Endgerät auf die Plattform Vision zugreifen, auch von zu Hause mit eigenen Smartphones und Tablet. Dabei bekommt der Mitarbeiter aktuelle Änderungen und News angezeigt, kann seinen Urlaub oder einen Diensttausch beantragen und seinen aktuellen Dienstplan einsehen.

 

 

15. März 2018