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Marcus Sting

Herr Marcus Sting

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DRK-Rettungshunde werden auf die Suche nach Verschütteten vorbereitet

Mit „Rettungshund“ assoziieren die meisten Menschen den in Erdbebengebieten in meterhohen Trümmern nach Verschütteten suchenden vierbeinigen Helfer. Zwar werden in Deutschland Rettungshunde überwiegend bei der Suche nach im Stadtbereich oder Gelände vermissten Menschen eingesetzt, trotzdem werden auch Hunde für die sogenannte Trümmersuche trainiert, um im Ernstfall zeitnah Hilfe leisten zu können.

Schäferhündin „Yuma“ hat Hundeführerin Daniela Westheide zum Versteck geführt.

Schäferhündin „Yuma“ hat Hundeführerin Daniela Westheide zum Versteck geführt.

Border Collie „Chap“ hat Hundeführerin Monika Münker zu der Stelle geführt, an der er die Versteckperson entdeckt hat

Border Collie „Chap“ hat Hundeführerin Monika Münker zu der Stelle geführt, an der er die Versteckperson entdeckt hat

„Tara“ hat die Versteckperson aufgespürt, Hundeführerin Daniela Westheide ist zufrieden mit der Arbeit ihrer Hündin.

„Tara“ hat die Versteckperson aufgespürt, Hundeführerin Daniela Westheide ist zufrieden mit der Arbeit ihrer Hündin.

Die Hunde lernen selbstständig zu suchen. „Gemma“ war im Kanalrohr und hat nachgeschaut ob dort jemand ist.

Die Hunde lernen selbstständig zu suchen. „Gemma“ war im Kanalrohr und hat nachgeschaut ob dort jemand ist.

Rettungshunde lernen während ihrer zwei- bis dreijährigen Ausbildung nach Menschen zu suchen. In großen Flächen, Trümmern, Lawinen und im Wasser zeigen sie jeden Menschen an, den sie aufspüren, Mantrailer verfolgen gezielt die Spur eines bestimmten Menschen, von dem sie an einem persönlichen Gegenstand den Geruch aufnehmen und dann selbstständig die Spur suchen.

Jede dieser Aufgaben wird gesondert trainiert und geprüft, je nach Fähigkeit liegt der Schwerpunkt eines Mensch-Hund-Teams in einem bestimmten Bereich.
Drei Rettungshundeführer des DRK Kreisverbands Siegen-Wittgenstein nahmen jetzt mit vier Hunden an einer intensiven Trainingswoche für Verschütteten-Suchhunde im fränkischen Roßtal teil. Dort hat der erfahrene Rettungshunde-Ausbilder Walter  Fretschner in vielen Jahren einen großen Berg aus Bauschutt, Bauelementen und eigenen Konstruktionen aufgebaut, der eine Katastrophenlage nach Erdbeben darstellt und ein sehr realistisches Übungsgelände für Suchhunde ist.


Mehr als 60 Verstecke für die Helfer können im Übungsgebiet in Roßtal genutzt werden. Je nach Ausbildungsstand des Hundes können die Versteckpersonen leicht oder sehr schwer zu finden sein. Während eine Person im offenen Gelände vom Geruch her vom Hund im Ganzen erfasst werden kann, kommen unter Trümmern oft nur Bruchteile des spezifischen Menschengeruchs an die Oberfläche.


Der Hund muss hier also sehr konzentriert arbeiten und schließlich genau die Stelle durch zielgerichtetes Bellen anzeigen, wo er den stärksten Geruch feststellt. Im Ernstfall wird eine solche Anzeige durch einen zweiten Hund zunächst bestätigt, bevor die Hilfskräfte mit der Bergung beginnen.
Die Rettungshundeführer selbst müssen sich viel Fachwissen zum Beispiel über Bauweisen, Materialien und Statik aneignen, bevor sie mit ihrem vierbeinigen Kameraden in den Einsatz können. Rettungshundearbeit in den Hilfsorganisationen wird in Deutschland ausschließlich von Ehrenamtlichen mit ihren privaten Hunden geleistet.


Die Rettungshundler investieren auch viel Geld und ihre Zeit, erhalten aber auch eine Menge Spaß an der Arbeit mit dem eigenen Hund in ihr anspruchsvolles „Hobby“ – und wenn man gemeinsam  mit allen am Einsatz beteiligten Hilfskräften schließlich einen Vermissten gefunden hat ist das Lohn genug für all den Aufwand, da sind sich die DRK-Rettungshundeführer einig.

 

 

1. Juni 2016