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Die Ausbildung des Rettungshundes

Foto: M. Münker / DRK

„Für mich ist das Rettungshundewesen die einzige Institution der Welt, die der wahren Natur des Hundes bis zur letzten Konsequenz gerecht wird.“ (Eberhard Trumler, 1983)

Rettungshundearbeit wird in Deutschland seit 1974 ehrenamtlich von engagierten Hundeführern geleistet, die ihren eigenen Hund in ihrer Freizeit zum Rettungshund ausbilden. Die Ausbildung dauert 2 bis 3 Jahre, in dieser Zeit lernt nicht nur der Hund die Suche nach vermissten Menschen, auch der Hundeführer muss sich Kenntnisse aneignen, um den Hund im Einsatz sicher führen und dem Vermissten gezielt helfen zu können.


Rettungshunde werden in verschiedenen Sparten ausgebildet: Flächensuche, Trümmersuche, Lawinensuche, Wassersuche und Mantrailing. Für unsere Region werden überwiegend Flächenhunde und Mantrailer angefordert, entsprechend liegt der Schwerpunkt unserer Ausbildung in diesen beiden Bereichen. Lehrgänge für Lawine und Trümmer werden gelegentlich ergänzend absolviert.

Anforderungen an den Hund

Grundsätzlich kann jeder gesunde Hund, der Spaß am spielen und laufen hat, verträglich mit Mensch und Tier ist und sich weder ängstlich noch aggressiv zeigt zum Rettungshund ausgebildet werden. Rasse und Geschlecht spielen keine Rolle, wobei manche Rassen leider bedingt durch ihre Zucht ausscheiden, da sie kaum ausdauernd belastbar sind. Aufgrund der langen Ausbildungszeit sollte ein Hund zu Beginn der Ausbildung nicht älter als 2 Jahre sein. Jeder Vierbeiner muss einen Eignungstest bestehen, in dem die oben genannten Eigenschaften überprüft werden.

 

Anforderungen an den Hundeführer

Rettungshundearbeit dient nicht dazu, den Hund zu beschäftigen, vielmehr ist der Hund lediglich Helfer seines Menschen bei der Suche nach vermissten Personen.

Daher wird vom Rettungshundeführer selbstverständlich erwartet, dass er bereit ist sich im Laufe der gemeinsamen Ausbildung entsprechende Kenntnisse in Erster Hilfe an Mensch und Tier, Wissen rund um den Hund, Funken, Unfallverhütung, Karten- und Geländekunde und alles, was man im Einsatz können muss zu erwerben.

Die ständige Fortbildung gehört für den Hundeführer ebenso dazu wie für den Hund das regelmäßige Training. Die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes müssen selbstverständlich anerkannt und beachtet werden. Teamfähigkeit wird vorausgesetzt und nicht zuletzt sollte man natürlich körperlich und geistig fit für mehrstündige manchmal Einsätze sein.

Training, Fortbildung,  Auftritte bei Veranstaltungen um unsere Arbeit vorzustellen und natürlich Einsätze erfordern viel Zeitaufwand, aber was gibt es schöneres als mit seinem Hund gemeinsam die Freizeit zu verbringen und dabei noch einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Wir freuen uns über jeden, der Interesse hat seinen Hund zum Rettungshund auszubilden. Ein unverbindliches Schnuppertraining kann jederzeit mit dem Staffelleiter vereinbart werden.